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Trageliese "Bindung & Bonding" von Ulla Junghänel

getragenes babySchon in Geburtsvorbereitungskursen wird heute darüber gesprochen, wie wichtig die ersten Stunden nach der Geburt für die Mutter-Kind-Bindung ist. In diesem Zusammenhang fällt auch immer wieder der Begriff „Bonding“. Unter Bonding versteht man das erste Kennenlernen von Mutter und Kind außerhalb des Bauches. Tatsächlich hat ja das gegenseitige Kennenlernen schon im Mutterleib begonnen. Typisch für dieses Kennenlernen ist auch ein bestimmtes Verhalten der Mutter, meist gleich nach der Geburt: das Baby wird von Kopf bis Fuß betrachtet, meist geschieht dies unbewusst: Zehen und Finger werden gezählt, Beine, Arme, Bauch, Rücken und Kopf „abgescanned“. Viele Mütter streichen erstmal samt mit den Fingern über den Körper des Kindes und oftmals folgt erst danach das erste kleine Gespräch. Dieses vielfach beobachtete mütterliche Verhalten dient wohl dem Zweck dieses Baby als das eigene anzunehmen.

Aus dieser Phase des ersten Kennenlernens entwickelt sich dann mit der Zeit die Mutter-Kind-Bindung. Sie ist wie ein sicherer Hafen für das Kind. In einer stabilen und gesunden Mutter-Kind-Bindung fühlt sich ein Baby mit allen positiven und negativen Äußerungen angenommen. Das zweite Kennenlernen umfasst nun die Signale die Baby und auch Mutter aussenden. Die Mutter lernt zu lesen, wann ihr Kind hungrig, müde, satt und unternehmungslustig ist. Das Baby bekommt mit, ob es der Mama Freude macht oder als Last empfunden wird. Überhaupt haben Babys sehr feine Antennen, wenn es um die Stimmung der Mutter geht.

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Die Bindung an eine erwachsene Bezugsperson ist für einen Säugling überlebenswichtig. Doch menschliche Babys haben die Fähigkeit sich nicht nur an eine Person binden zu können und sie haben zur Ausbildung dieser Bindung mehr Zeit als z.B. Tiere wie Gänse, wo es nur ein sehr kleines Zeitfenster gibt. So können auch zu früh geborene oder Adoptivkinder noch gesunde Bindungen aufbauen. Die Qualität der verschiedenen Bindungen variiert allerdings. Man spricht von der sogenannten Bindungspyramide.

Für die Entstehung einer gesunden Bindung spielen eine Reihe von Faktoren eine Rolle. Zum einen arbeitet das Baby aktiv mit, dass Bindung entsteht, durch Mimik und Gestik z.B. Die Mutter hat von der Natur die Ausschüttung des Hormones „Prolaktin“ mitbekommen, das sogenannte Glückshormon, das es leichter macht das Baby anzunehmen. Stillen führt zu einer weiteren Ausschüttung dieses Hormons. Und hier eine weitere faszinierende Entdeckung: durch das Saugen an der Brust wird in den Zellverbänden des Zwischenhirns, dem Hypothalamus eine Zellschranke aufgelöst, so dass die Hormone direkt Einfluss auf das Nervensystem haben. Der Weg über den Kopf wird umgangen, die Stillende reagiert eher instinktiv. Darüber hinaus spielt eine Rolle, wie die Rahmenbedingungen sind, ob eine Mutter sozial integriert oder eher isoliert, finanziell gut versorgt oder in Not lebt.

Vater-Bindung

tragender vaterDie Bindung zum Vater ist naturgegeben vollkommen anders aber nicht weniger wertvoll. Die Liebe des Vaters zum Kind gibt zusätzliche seelische Stärke und eröffnet dem Kind eine männliche Sichtweise auf die Welt. Dass auch Männer als Bindungspartner angelegt sind, zeigt z.B. der Anstieg des Prolaktinwertes im Blut des Mannes während der Schwangerschaft seiner Partnerin. Männer, die mit ihrem Baby ein Bett teilen, zeigen auch nach der Geburt einen geringeren Testosteronwert und einen erhöhten Prolaktinwert (natürliche Verhütung).
Die Liebe des Vaters zur Frau fließt auch in die Liebe der Frau zum Kind ein. Der Halt, den sie ihrer Frau geben, gibt auch dem Kind Halt.

Gerade beim ersten Kind haben Eltern oft die Sorge ihr Kind zu verwöhnen, in dem sie das Kind sofort aufnehmen, wenn es unruhig wird, nach Bedarf Stillen, es im elterlichen Zimmer oder Bett schlafen lassen, auch zum Trösten oder „nuckeln“ an die Brust nehmen. Diese Angst ist unbegründet. Baby werden nicht unselbständig, wenn ihre Bedürfnisse befriedigt werden. Im Gegensteil, genau dieses Verhalten der Eltern führt dazu, dass der sichere Hafen, die Eltern-Kind-Bindung gesund und stark wird.

Verwöhnen heißt Kindern Dinge abzunehmen, die sie alleine machen könnten. Babys haben noch nicht die Möglichkeit sich selbst zu regulieren. Sie brauchen Hilfe sich wieder zu beruhigen, wenn sie sich einsam fühlen oder sich erschreckt haben, oftmals brauchen sie Begleitung in den Schlaf, sie sind auf unsere Unterstützung angewiesen, wenn es um die Nahrung und Pflege geht. Die Qualität der Eltern-Kind-Bindung hat Einfluss auf alle weiteren Beziehungen im Leben.

Babys brauchen Kommunikation mit ihren Eltern, um die Bindung zu stärken. Kommuni-kation durch Gesten und Mimik und Worte aber in den ersten Monaten läuft ein Großteil der Kommunikation über Körperkontakt.

Sicher gebundene und unsicher gebundene Kinder

„Sicher gebundene Kinder können sich in Belastungssituationen über die Nähe der Eltern beruhigen und ihre Erregung schnell in den Griff bekommen. Unsicher gebundene Kinder konnten keine verlässliche Beziehung zu ihren Eltern aufbauen und sind durch den Mangel an emotionalem Rückhalt schnell zu verunsichern. Sie können so weniger die Angebote der Umwelt zur Exploration und somit zum Erfahrungserwerb nutzen. Die erhöhte Herzschlag-frequenz und die lange anhaltenden erhöhten Cortisolwerte zeigen, dass ihre Strategien zur Bewältigung von Belastungen wenig geeignet sind, selbst wenn sie nach außen unbeeindruckt scheinen.“ (Kirkilionis,2008)

Was bedeutet Bindung nun konkret? Wie kann ich mir das vorstellen?

Eltern erleben die Bindung an ihr Kind sehr häufig als eine „Geschichte“, als eine Annäherung über Tage, Wochen oder noch länger. Zu dieser Geschichte gehören auch Hindernisse, Unsicherheiten und Vorerfahrungen. Bleiben wir beim Bild des Weges.

Was gibt es für Wegbegleiter, die mithelfen eine Eltern-Kind Bindung aufzubauen?

Respektvoller Umgang mit unserem Kind mit einer sehr großen Portion körperlicher Zuwendung. Babys müssen mitbekommen, dass sie geliebt werden. Bindung bildet die Leitplanken für die körperliche und seelische Entwicklung Bindung ist auch Plattform für das soziale Lernen. Unsere Art der Eltern-Kind-Beziehung ist kulturspezifisch. Soziale Netzwerke „es braucht ein Dorf, um ein Kind großzuziehen“ Bindung ist keine Versorgungsleistung sie wird nicht zur Verfügung gestellt. „Autonomie in Verbundenheit“ entsteht, wenn ein Kind dort Nähe bekommt, wo es Nähe braucht und dort Freiraum für eigene Erforschungen, wo es selbst wirksam sein will. Sicherheit entsteht also durch Schutz und durch Eigenständigkeit. Bindung und Selbständigkeit sind keine Gegensatzpaare, sondern zwei Seiten einer Medaille.

Heutzutage stellt man sich den Ablauf von Bindung folgendermaßen vor:

Erste unspezifische Phase der ersten zwei Monate:

  • Hier gibt es noch relativ unspezifische Aufforderungen an die Betreuungsperson, es wird akzeptiert, wer gerade da ist. Selbst Stillen wird noch von einer anderen Frau hingenommen.

Zweite deutlich differenzierte Phase zwischen 3. Und 6. Monat:

  • Inzwischen hat sich das Baby an Abläufe gewöhnt und hat demensprechende Erwartungen auch wie auf einzelne Bedürfnisse reagiert wird und von wem. Eltern werden von fremden Personen deutlich unterschieden. Kommunikation wird ausgefeilter, es kommt zu gezieltem Lächeln. Es ist die intensive Zeit der Bindung von Seiten des Säuglings.

Dritte Phase zwischen 7. Und 12. Monat:

  • Mit etwas sieben Monaten hat sich die Bindung stabilisiert, Eltern sind zur Sicherheitsbasis geworden. Das Fremdeln beginnt.

Vierte Phase zweites Lebensjahr:

  • Im Laufe des zweiten Lebensjahres festigt sich die Bindung auch zu weiteren Bindungspersonen. Erwachsene sind weiterhin die wichtigsten Spielkameraden. Erst mit drei Jahren werden andere Kinder wichtig. (Kirkilionis,2008)

Hierarchie der Sicherheitsstufen (nach Thomas Harms)

Höchste Sicherheitsstufe

pfeil grün

pfeilorange

pfeil rot

Kind ist aufgerichtet am Körper der Eltern, gleichzeitig sind auch die Eltern aufgerichtet und in Bewegung

pfeil grün

pfeilorange

pfeil rot

Kind liegt in den Armen der Eltern, bei gleichzeitiger Aufrichtung und Bewegung der Eltern

Kind ist aufgerichtet am Körper der Eltern, während die Eltern ruhig stehen

Kind liegt in den Armen der Eltern, während die Eltern ruhig stehen

Kind ist aufgerichtet am Körper der Eltern, während die Eltern sitzen

Kind liegt in den Armen der Eltern, während die Eltern sitzen

Kind auf der Matte liegend, während die Eltern neben ihm sitzen

Niedrigste Sicherheitsstufe